Marino Sato: "Ich will immer unter in den Top 10 sein"

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Es ist seine erste Saison im Formel-3-Auto: Marino Sato aus dem japanischen Yokohama ist einer der jungen Fahrer, die für Team Motopark in der europäischen Formel 3-Meisterschaft antreten. In unserem Kurzinterview spricht Marino über seine Ziele und Hobbys.

 

Wer hat dich inspiriert, Rennen zu fahren?

Marino: Es war mein Vater, ich war fünf Jahre alt.

 

Du stehst kurz vor der ersten Formel 3-Saison – welche Erwartungen stellst Du an Dich?

Marino: Ich weiß, dass mir ein wirklich harter Wettkampf bevorsteht. Sagen wir einfach, ich will stets in den Top 10 landen.

 

Auf welches Rennen freust Du Dich besonders?

Marino: Monza - weil ich während der italienischen Formel-4-Meisterschaft zweimal dort gefahren bin. Es ist übrigens die einzige Strecke, auf der ich überhaupt schon mal gefahren bin.

 

Um Rennen zu bestreiten, sollte man fit sein. Hast Du einen besonderen Trainingsplan?

Marino: Ich treffe mich mit meinem Trainer fünf bis sechs Mal pro Woche, um Sport zu treiben.

 

Willst Du später hauptberuflich Rennen fahren?

Marino: Natürlich möchte ich irgendwann einmal in die Formel Eins. Ich interessiere mich bisher nicht wirklich für GT-Autos.

 

Wie wichtig sind Serien wie die Formel 4 und die FIA F3 für Nachwuchsfahrer wie Dich?

Marino: Ich glaube, die meisten heutigen Formel-Eins-Fahrer haben sich bereits in der Formel 3 bewiesen. Also schätze ich, dass es eine wirklich wichtige Meisterschaft ist, wenn Du Profi werden willst.

 

Hast Du abgesehen vom Motorsport noch andere Talente oder Interessen?

Marino: Ich weiß nicht, ob ich nicht vielleicht noch ein verborgenes Talent besitze, aber aktuell höre ich viel Musik. Grundsätzlich japanische Musik und fast alle Gattungen.

 

Wie oft kommt Deine Familie zu Rennen?

Marino: Sie waren bislang noch nie bei einem meiner Formel-Rennen.

 

Gibt es verglichen mit Europa auch eine Rennkultur in Japan?

Marino: Es gibt eine Art Rennkultur, aber die kann man nicht mit der europäischen vergleichen. Alle Rennveranstaltungen sind mehr wie Festivals. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht wirklich viel über die „japanische Rennfahrerszene“, da meine Basis für Rennen immer Europa war.

 

Du gehst in Yokohama zur Schule. Was ist Dein Lieblingsfach?

Marino: (lacht) Ehrlich gesagt, glaube ich, dass es japanische Geschichte ist. Das ist total spannend. 

Hintergrund:

Marino Sato ist 17 Jahre alt. Er wurde in Yokohama geboren und wohnt dort heute noch. Die Lust am Motorsport hat er bereits vor mehr als zehn Jahren entdeckt. 2006 bestritt er in Japan seine ersten Wettbewerbe im Go-Kart. Nachdem er in der asiatischen Go-Kart-Szene einige Meisterschaften gewinnen konnte, wagte er 2013 den Schritt in den europäischen Kartsport. 2015 stieg er in die Formel 4 auf und nahm 2015 und 2016 an der italienischen Formel-4-Meisterschaft teil. 2017 tritt er mit Team Motopark als Teamkollege von Keyvan Andres Soori und Joel Eriksson in der FIA Formel 3-Meisterschaft an.