Logan Sargeant: "Mein Vorbild ist Michael Schumacher"

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Der Kart-Weltmeister Logan Sargeant aus Boca Raton in den USA nimmt seit diesem Herbst mit Team Motopark an der Formel 4 der Vereinigten Arabischen Emirate teil. Wir haben eines der vielversprechendsten Talente der USA interviewt. 

Hi, Logan! Wie und wann bist Du auf die Idee gekommen, in den Rennsport einzusteigen?

Mein Vater hat mich inspiriert, Rennen zu fahren, als ich etwa fünf Jahre alt war.

Warum hast Du Dir für Deinen Einstieg in den Formelsport Team Motopark ausgesucht? Und warum die Formel 4 in den Emiraten?

Team Motopark hatte bei den Tests bewiesen, dass es ein super Team ist und sich von anderen Teams qualitativ ganz klar abhebt. Die Formel 4 in den Vereinigten Arabischen Emiraten bietet mir die Chance, viel Zeit auf der Strecke zu verbringen und Erfahrungen zu sammeln, die als Vorbereitung für nächstes Jahr dienen.

Wie kannst Du von Deiner Erfahrung im Kartsport profitieren?

Kartsport ist immer gut, weil er die Grundlage für alles Weitere legt. Beim Kartfahren lernt man alles, was wichtig ist: wie man sich auf nasser Strecke verhält, wann man auf's Gas tritt und wann nicht, und auch gute Überholmanöver.

Wer ist Dein Vorbild?

Ganz sicher ist das Michael Schumacher. Einfach aus dem Grund, weil er so talentiert war, dass er in der Lage war, sieben Mal Weltmeister zu werden.

Es ist wahrscheinlich ziemlich anstrengend, Rennen zu fahren. Wie bereitest Du Dich physisch darauf vor?

Ich trainiere ziemlich oft, wenn ich nicht gerade beim Rennen bin. Mein Ziel ist es, etwa vier Mal pro Woche zwei Stunden am Stück zu trainieren.

Willst Du irgendwann Vollzeitrennfahrer sein?

Auf jeden Fall will ich in den nächsten Jahren ein professioneller Rennfahrer werden, und irgendwann auch in der Formel Eins fahren.

Was lernen jüngere Fahrer in den Nachwuchsserien Formel 4 und Formel 3?

Man lernt verschiedene Dinge, die wichtig für die weitere Karriere sind. Man lernt zum Beispiel, wie man die Reifen aufwärmt, wie man auf nasser Bahn fährt, alles über das Rennhandwerk. Und wenn man alles beachtet, kommt die Geschwindigkeit ganz von allein. 

Hast Du neben der Rennfahrerei noch Hobbys?

Ich angele sehr gerne und gehe auch Speerfischen, wenn ich zuhause in Florida bin. Ich spiele auch oft Basketball. 

Rennfahrer gelten ja häufig als mutig und furchtlos. Gibt es etwas, vor dem Du Dich fürchtest? 

Natürlich bin auch ich vor den Rennen ein bisschen nervös! Aber wenn die Lichter einmal aus sind, gebe ich Gas und dann geht mir auch nichts weiter durch den Kopf.

Wie oft kommt Deine Familie zu den Rennen?

Sie sind bei etwa der Hälfte dabei.

Wenn Du Lewis Hamilton treffen würdest, was würdest Du ihn fragen?

Ich würde einfach wissen wollen, welche Ratschläge er gebraucht hätte, als er noch ein Juniorfahrer war. Und was er glaubt, was mir den größten Vorsprung für die Zukunft bringt.

Über Logan:
2011 hat Logan das prestigeträchtige Supernationals Rennen in Las Vegas und den Mini ROK World Cup in Lonato gewonnen. Seitdem gilt er im Rennsport als eines der vielversprechendsten Talente der USA. Ende 2014 hat Logan Sargeant das TAG Junior Supernationals Rennen in Las Vegas gewonnen und wurde damit der erste Fahrer, der beides gewann - das TAG Cadet und die TAG Junior-Kategorie. 2015 siegte Logan in der Jugend-Kart-Weltmeisterschaft. Er ist seit 1978 der erste US-Amerikaner, der diesen Titel sein Eigen nennen darf.