Das war Team Motoparks 2016

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Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Hinter Team Motopark liegen eine Formel 3- und Formel 4-Saison, die es in sich hatten.

Im Videoclip lassen wir die emotionalsten Momente noch einmal Revue passieren. 67 Rennen hat das Team unter der Leitung von Timo Rumpfkeil bestritten, 24 davon in der ADAC Formel 4. Mit einem Sieg (Red Bull Ring, Rennen 3, Simo Laaksonen) sowie zweimal Platz 2 (Sachsenring, Rennen 3, Simo Laaksonen und Zandvoort, Rennen 3, Jonathan Aberdein) konnte sich die Mannschaft aus Oschersleben in der Formel 4 behaupten.

Simo Laaksonen und Jonathan Aberdein haben den Teamchef dabei besonders überrascht. „Simo hat mit seiner wenigen Erfahrung sehr gute Ergebnisse eingefahren“, sagt Timo Rumpfkeil. „Jonathan war immer schnell, aber durch viele Umstände war nur ein Podium für ihn drin.“ In der Formel 4 der Vereinigten Arabischen Emirate steht Jonathan Aberdein gerade ungeschlagen auf dem ersten Platz. „Er hat jetzt in der F4 UAE eine super Entwicklung gezeigt. Und last but not least Logan Sargeant, der mit 15 Jahren bei seinen ersten Formel 4-Rennen eine Megaleistung abgeliefert hat. Den Jungs steht ein super Jahr vor der Tür“, ist der Motopark-Boss überzeugt.

Für Schlagzeilen hatte gleich zu Beginn der deutschen Formel 4-Meisterschaft Sophia Flörschs fulminantes Debüt im Formelauto gesorgt. Sie beendete bereits ihr erstes Rennen in Oschersleben als Neunte in den Punkterängen. Damit ist Flörsch die erste Frau, die Punkte in der deutschen Formel-4-Meisterschaft erzielte – mit Team Motopark. In der dritten Runde fuhr sie nach einem Unfall ohne Heckflügel auf dem fünften Platz ins Ziel. Spektakulär!

Auch die Formel 3 konnte Team Motopark ordentlich aufmischen. „Mein persönliches Highlight war der Sieg von Joel Eriksson in Spa“, sagt Teamchef Timo Rumpfkeil. „Schließlich ist Joel ja schon ein Familienmitglied von Motopark.“ Seit Ende 2008 ist der 18-jährige Schwede Teil des Teams, als sein Bruder Jimmy für Motopark gefahren ist. „An seinem 13. Geburtstag hat er zum ersten Mal im Formelauto bei uns gesessen“, erinnert sich Timo Rumpfkeil. „Es ist natürlich für die ganze Truppe toll, wenn man den Jungen zu diesen Erfolgen geführt hat.“

Vom ersten Rennen in der Formel 3 an sei er an der Spitze mitgefahren – „als ob er nie etwas anderes gemacht hätte“. Gerade in schwierigen Situationen habe er besonders geglänzt. In den letzten elf Rennen sicherte sich der BMW Junior siebenmal einen Platz auf dem Treppchen. Am Ende der Saison wird Joel bester Rookie und darf sich über 100.000 Euro Preisgeld freuen.

Nicht nur Joels erster Sieg in Spa-Francorchamps, der „Ardennen-Achterbahn“, auch das komplette Motopark-Podium beim Masters of Formula 3 in Zandvoort sind dem Teamchef gut in Erinnerung geblieben. Mit Guan Yu Zhou absolvierte das Team die schnellste Rennrunde in einem packenden Finale, nachdem bereits Joel auf den ersten, Niko Kari auf den zweiten und Sergio Sette Camara auf den dritten Platz gefahren waren. Besonders emotional ging es am Norisring zu, als Joel Eriksson kurz vor seinem ersten Sieg in der Formel 3 stand und nur wenige Runden vor Schluss durch den Fahrfehler eines anderen ausscheiden musste. „Das wäre normalerweise Joels erster Sieg gewesen“, sagt Timo Rumpfkeil.

Eine besondere logistische Herausforderung meisterte das Team kurz vor dem Rennen am Red Bull Ring im österreichischen Spielberg. Als ein Lkw zwischen den Rennen im französischen Pau und dem Red Bull Ring auf der Autobahn abbrannte, wurden Krisenmanagement und Teamzusammenhalt auf eine harte Probe gestellt. „Das war eine logistische und eine personelle Maximalherausforderung, die das gesamte Team gefordert hat“, sagt Timo Rumpfkeil rückblickend. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte der Lkw in der Nähe von Venedig Feuer gefangen. „Dank unseres Truckie Olli, der italienisch spricht, konnte die Feuerwehr schnell gerufen und der Schaden minimiert werden, sodass zumindest die Rennfahrzeuge, die sich im oberen Deck befanden, nicht abgebrannt sind.“ Im Laufe des Mittwochs wurde der Lkw geborgen und entladen. Mit der Unterstützung eines befreundeten Teams aus Österreich wurde das Material zum Red Bull Ring gebracht.

Dort konnte wiederum beim befreundeten Team die Werkstatt genutzt werden, um Autos und Equipment zu reinigen. Bis morgens um 8 Uhr arbeitete die Crew daran. „Die Jungs sind dann kurz ins Hotel zum Frischmachen. Und um 11 Uhr, als der Ersatz-Lkw aus Oschersleben eingetroffen ist, haben sie begonnen, das Fahrerlager aufzubauen. Ein Riesenkraftakt – aber am Ende ist es gelungen, dass alles 100 Prozent einsatzfähig da stand und das Wochenende gesichert war.“

Was das kommende Jahr für Team Motopark bereithält, wird in Kürze bekanntgegeben.