Charles Weerts: Fasziniert von Spa

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Charles Weerts ist der jüngste Pilot im Team. Der ADAC Formel 4-Fahrer aus Belgien verrät im Interview, warum er unbedingt in Spa fahren möchte und wer sein größtes Idol ist.

Motopark: Hallo, Charles würdest Du uns verraten, wo Du zu Hause bist?
Charles: Ich lebe in Belgien. Mit meiner Mutter in Aubel in der Nähe von Spa, und in Hony mit meinem Vater, in der Nähe von Lüttich.

Was inspiriert Dich?
Der Wettkampf. Ich muss mich ständig verbessern und gewinnen können.

Erinnerst du Dich an Dein erstes Mal auf einer Rennstrecke?
Das liegt schon Jahre zurück, damals saß ich in einem Mini-Mini-Kart in Spa. Ich erinnere mich vor allem daran, dass mein Vater vor mir in einem größeren Kart gefahren ist und ich hinter ihm feststeckte. Damals dachte ich schon „tritt doch endlich das Gaspedal durch!“, und drängelte hinter ihm.  Da war ich schon süchtig nach Geschwindigkeit.

Wer ist Dein persönlicher Held?
Michael Schumacher - ohne Zweifel. Er ist derjenige, der siebenmal die F1-Weltmeisterschaft gewonnen hat. Er ist nicht nur echtes Vorbild, weil er der Beste auf der Strecke war, sondern auch, weil er der Beste in der Box war. In der Box hat er mit den Mechanikern am Auto und mit den Ingenieuren an den Daten gearbeitet.

Kannst Du Dich an das erste Rennen erinnern, das Du jemals gesehen hast?
Wann es das erste Mal war, kann ich kaum sagen, weil ich wirklich noch sehr klein war, als ich angefangen habe, Formel Eins zu verfolgen. Aber das erste Rennen, an das ich mich bewusst erinnere, war in Spa, im Jahr 2005, mit dem berühmten blauen und gelben Renault-Auto mit Nando hinterm Steuer. Da war auch Michael Schumacher im Ferrari! Es war wirklich spannend, denn während des Rennens gab es viele Führungswechsel, aber am Ende gewann Räikkönen und MSC beendete das Rennen auf dem zweiten Platz, daher war ich ein bisschen traurig. Aber trotzdem gewann Michael Schumacher schließlich die Meisterschaft!

Magst Du noch andere Sportarten?
Ich spiele gern Tennis in meiner Freizeit, was bedeutet, dass ich leider nicht so oft dazu komme.

Was würdest Du tun, wenn Du einen Lottoschein findest und 10 Millionen Dollar gewinnst?
Ich würde einen Teil des Geldes anlegen und meine Familie absichern. Aber natürlich würde ich zuerst meine Rennkarriere finanzieren.

Woran denkst Du, wenn Du in Deinem Rennwagen bist?
Ich konzentriere mich auf das Ziel und überlege, wie ich noch schneller sein kann.

Was magst Du gar nicht?
Ich hasse es, auf etwas zu warten oder nichts zu tun. Das macht mich total verrückt.

Hast Du ein Lieblingslied?
Ich mag Musik generell, habe da keine besonderen Vorlieben. Abhängig von dem, was ich mache, höre ich verschiedene Sachen. Zum Beispiel Elektro-Remixe, bevor es auf die Strecke geht, das stachelt mich an. Und zum Schlafen höre ich gern französischen Rap, wie "Damso".

Wenn Du es nicht in die Formel Eins schaffst, wie sieht Dein Plan B aus?
Ich würde versuchen, in der WEC unterzukommen oder in die GT3 für eine Marke an den Start gehen.

Wie wichtig ist das richtige Essen für einen Fahrer?
Ich finde, es ist entscheidend. Früher habe ich schon morgens ziemlich viel Schokolade gegessen. Und dann bin ich von meinem Trainer irgendwann wachgerüttelt worden. Jetzt esse ich morgens Eier, Früchte und etwas Fleisch und fühle mich während des ganzen Tages aktiver und wacher.

Wie sieht Dein Ernährungsplan derzeit aus?
Hängt davon ab, wo ich bin. Auf der Strecke versuche ich, mich so gesund wie möglich zu ernähren. Wenn ich zuhause bin, nasche ich manchmal ein bisschen Schokolade - weil ich Schokolade wirklich mag.

Freust Du Dich auf eine besondere Rennstrecke?
Ich möchte wirklich gerne in Spa fahren, und das aus verschiedenen Gründen. Zunächst, weil sehr viele große Formel Eins-Fahrer finden, dass Spa einfach die schönste Strecke der Welt ist. Und zweitens, weil Spa der Ort ist, wo ich mein Kart-Debüt hatte. Es ist meine Heimstrecke, allein schon deshalb ist es ein ganz besonderes Gefühl.

Warum hast Du Dich für Team Motopark entschieden?
Wir hatten uns zunächst für Motopark entschieden, um in die Formel 4 in den Emiraten einzusteigen. Und dort waren wir sehr glücklich über die Professionalität des gesamten Teams. Wir haben dann in Deutschland noch einige Male getestet und waren sehr zufrieden damit. Also haben wir uns für das Team entschieden.